Alpendiagonale

Tag 10 – Kranjska Gora nach Tolmin

Impressionen

Highlights

  • Slowenischer Nationalpark Triglav mit den Julianischen Alpen
  • Zahlreiche Kriegsdenkmäler und -friedhöfer der 12 Isonzoschlachten im 1. Weltkrieg

Streckenbeschreibung

Ausblick

Am 10. Tag auf der Alpendiagonale steht am Anfang oder Erwärmung der letzte Alpenpass auf dem Programm. Anschließend durchquerst du den malerischen Triglav Nationalpark und Schlachtfelder des 1. Weltkriegs.

Auf der russische Straße zum Passhöhe des Vršič

Deine Fahrt beginnt im Zentrum von Kranjska Gora und du verlässt den Ort gen Süden auf der Nationalstraße 206 Richtung Trenta/Bovec. Sofort an der Ortsgrenze steigt die Straße parallel zum Gebirgsfluss Pišnica langsam an und du bekommst das größte Hindernis des Tages sofort ins Blickfeld – die Julianischen Alpen.

Nach 6 km beginnt die eigentliche Passstraße des Vršič-Passes. Die Nordrampe wird auch „russische Straße“ genannt. Der Name erhielt sie
durch den Bau durch russischen Kriegsgefangenen des Habsburger Reiches während des ersten Weltkriegs. Der Bau erfolgte unter schwierigsten Bedingungen im Winter und führt dabei auch zur schlimmsten Lawinenkatastrophe der Alpen und tötete hunderte russische Kriegsgefangene. Zum Gedenken an diese Katastrophe befindet sich nach den ersten Serpentinen eine hölzerne Kapelle.
Das besondere des Passes ist der Straßenbelag: In den Serpentinen befindet sich fast immer Kopfsteinpflaster was das Klettern mit dem Fahrrad bei mittlerweile doch sehr starker Steigung etwas mehr fordert.

SočaTal im Triglav Nationalpark

Doch nach 23km sind auch die Serpentinen des letzten Alpenpasses der Alpendiagonale geschafft und du erreichst die Passhöhe des Vršič auf 1611m Höhe. Schon von der Passhöhe bietet sich ein grandioser Ausblick in den Triglav Nationalpark. Auch während der langen steilen Abfahrt öffnen sich mehrere Weitblicke in die Bergwelt. Insbesondere der Blick vom Denkmal für Julius Kugy – dem Erschließer der Julianischen Alpen für den Tourismus – ist wunderbar und lohnt sich für eine kurze Pause auf dem Weg ins Tal.

Im Tal angekommen folgst du den reißenden Fluss der Soča (im Italien Isonzo). In der Hauptsaison im Sommer sieht man Kanus, Kajaks und Schlauchboot durch das hellblaue und wilde Wasser kämpfen. Durch die meist abfallende oder flache Straße an der Soča erreichst du gegen Mittag Bovec.

Isonzo-Schlachtfelder

Vor Bovec werden dir bestimmt die vielen Soldatenfriedhöfe aufgefallen sein. Diese und viele umliegenden Kriegsdenkmäler erinnern an die blutigen und sinnlosen Isonzoschlachten des 1. Weltkrieges zwischen den Habsburger Reich und dem Königreich Italien. In dem Ort Bovec selbst lohnt es sich die Mittagspause einzulegen und sich mit Proviant zu verpflegen.

Frisch gestärkt folgst du nun den langsam an weite gewonnen Tal der Soča auf der Bundesstraße 203. Auch den kurzen Anstieg vor Kobarid hast du schnell überwunden und kannst dir die Altstadt mit dem Weltkriegsmuseum anschauen. In Kobarid (auch als Cobarette bekannt) fand die zwölfte und letzte Isonzo-Schlacht im 1. Weltkrieg statt.

Von Kobarid nach Tolmin

Von Kobarid startet nun wieder ein richtiger Radweg. Dieser beginnt auf einer kleinen Straße im Osten der Stadt und führt über die alte Napoleonbrücke auf das östliche Ufer der Soča. Auf doch sehr welligen Gelände geht es an kleinen Gehöften und Wiesen für dich nach Tolmin.

In Tolmin solltest du dich wieder an die Touristeninformation im Ortszentrum für eine Übernachtung wenden.

Fakten

Strecke: 86 km

Pässe: Vršič-Pass (1611 m)

Höhenmeter: 1220 hm

Übernachtungsmöglichkeit:

  • am Besten in der Touristeninformation im Ortszentrum von Tolmin nachfragen

Strecke im Detail

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