Alpendiagonale

Tag 11 – Tolmin nach Koper

Impressionen

Highlights

  • Solkanviadukt (Größte steinerne Eisenbahnbrücke der Welt)
  • Geteilte Stadt Gorizia (Getrennt durch die Italienisch-Slowenische Grenze)
  • Gestüt Lipica (Zuchtort der berühmten Lipizzaner-Pferde)
  • Altstadt und Strandpromenade von Koper

Streckenbeschreibung

Motivation

Am 11. Tag auf der Alpendiagonale steht nun nach 10 Tagen Berg- und Talfahrt die Reise ans Meer an. Dabei wirst du mehrmals zwischen Slowenien und Italien wechseln und die berühmten Lipizzaner-Gestüt durchqueren.

Im Soča-Tal unterwegs

Start der Etappe ist im Zentrum von Tolmin. Du verlässt die Stadt nach Süden und erreichst nach kurzer Fahrt den Isonzo-Fluss (Soča). Der Straße und dem Fluss folgend fährst du bis Most na Soči. Vorher passierst du den kleinen in hellblau strahlenden Soča-Stausee.

Im Ort biegst du dann links auf den noch etwas schlecht ausgebauten Radweg ab. Nun folgt für die nächsten 12 Kilometer eine Berg- und Talfahrt auf Asphalt- und Schotterstraße am linken Ufer der Soča entlang. Dabei bieten sich immer wieder schöne Blicke in das enge Flusstal und auf die Eisenbahnstrecke mit historischen Zugbetrieb an.

Im kleine Örtchen Kanal mit Neptunbrunnen und schöner Kapelle wechselst du die Flussseite und fährst parallel auf befestigten Radweg und kleinen Straßen die Eisenbahnstrecke bis Plave entlang.

Normalerweise kannst du weiter von Plave auf der rechten Flussseite nach Nova Gorica fahren – jedoch im Sommer 2014 war dieser Abschnitt gesperrt und man musste die Reise auf der recht viel befahrenen Hauptstraße bis Nova Gorica auf sich nehmen.

Nova Gorica – die geteilte Stadt

Vor Erreichen der Stadtgrenze von Nova Gorica wartet schon mit dem Solkanviadukt ein nächstes Highlight auf dich. Es ist der größte steinerne Eisenbahnviadukt der Welt.

Auch die Stadt Nova Gorica bietet eine Kuriosität. Denn es ist eine durch die italienisch-slowenische Grenze seit 1947 geteilte Stadt. In Slowenien wird sie Nova Gorica und im italienischen Gorizia oder Görz genannt. In der Innenstadt (auf italienischer Seite) mit Domplatz und Kastell bietet es sich an die Mittagspause zu verbringen und sich in den Restaurants oder Bistros zu stärken.

Anschließend verlässt du Gorizia nach Süden über die Via Duca d’Aosta und die Via Trieste. Im Örtchen Miren passierst du wieder die slowenische Grenze und der Anstieg auf das Karstplateau beginnt.

Karstlandschaft

Auf dem Weg zur ersten Serpentine eröffnet sich ein schöner Blick auf den Klosterberg „Mirenski grad“, die Stadt Gorizia und die Slowenischen Alpen, bevor die Straße in einen dichten Kiefernwald eintaucht.

Auf dem Hochplateau angekommen geht es auf leicht welliger Straße für dich weiter nach Opatje Selo und Nova Vas. Um noch etwas mehr von der Karstlandschaft zu sehen, verlässt du die Straße und fährst auf Kieswegen Richtung Südosten bis zu bei Sela na Krasu wieder auf die Straße triffst. An der Ortsausfahrt wirst du das erste Mal die Adria am Horizont erblicken, bevor es auf steiler Straße hinab ins Tal geht.

Nun folgst du der Hauptstraße weiter Richtung Südosten über Gorjansko, Brje pri Komnu nach Dutovlje. Dabei passierst du malerische Landschaften mit kleinen Gehöften, bunten Feldern und Karstkratern. In Dutovlje nach dem Anstieg hinauf ins Ortszentrum bietet es sich bei großer Hitze an nochmals eine kleine Pause im Kaffee oder am kleinen Supermarkt einzulegen.

Lippizaner

Über weiterhin welliges Gelände fährst du nun nach Süden um die Stadt Sezana zu erreichen, die du aber direkt durchquerst und nach der Beschilderung nach dem Örtchen Lipica Ausschau hälst.

Durch die gute Beschilderung und Werbetafeln erreichst du sicher das berühmte Gestüt der Lipizzaner-Pferde. Auf den malerischen Alleen und den durch weiße Zäune eingefassten Weiden durchfahren wir die Heimat der Lipizzaner. Auf den Weiden wirst du sicher ein paar Pferde aus der Nähe sehen.

Ans Meer

Am Ortsausgang von Lipica biegst du nach rechts auf die Hauptstraße ab und verlässt für kurze Zeit Slowenien um hinab in Richtung italienisches Trieste zu fahren. Dabei solltest du dich bei der Abfahrt nach dem Ort Muggia orientieren.

In Muggia steht der letzte große und steile Anstieg der Alpendiagonale an. Um nicht die gesamte Halbinsel auf der vielbefahrenen Straße zu umrunden, erklimmst du vom Ortskern Muggia den Gipfel der Halbinsel. Dabei passierst du auch das alte mittelalterlische Muggia Vecchia. Nachdem du den Anstieg absolviert hast, öffnet sich an der Kirche von Muggia Vecchia ein imposanter Blick auf die Hafenstadt von Trieste.

Hinab nach Koper

Anschließend verlässt du nun zum letzten Mal Italien um auf der südlichen Seite der Halbinsel ins slowenische Koper hinunterzufahren. In Spodnje Skofije findest du dich auch auf den Radweg EV8/D8 wieder den du bis Koper nicht mehr verlässt.

In Koper fährst du direkt in die alte venezianische Innenstadt um auf den Hauptplatz – den Tito-Platz – im Prätorenpalast die Touristeninformation zu finden. In dieser kannst du dich zu einer Unterkunft beraten lassen – oder du nimmst die Jugendherberge gleich in der Nähe in Anspruch.

Ausblick

Hiermit hast du die Adria erreichst und die letzte große Etappe gemeistert. Die letzte noch verbliebene Etappe wird dir auf gemütlicher Strecke die Schönheit der slowenischen Riviera näher bringen. Sei gespannt!

Fakten

Strecke: 134 km

Pässe: keine

Höhenmeter: 1299 hm

Übernachtungsmöglichkeit:

Strecke im Detail

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