Alpendiagonale

Tag 3 – St. Moritz nach Glurns

Impressionen

Highlights

  • Eisenbahnstrecke des Berninaexpress
  • Berg Piz Palü in der Berninagruppe und Palügletscher
  • Blick von Passhöhe des Berninapasses
  • Schweizer Nationalpark
  • Müstair (UNESCO-Weltkulturerbe: Benediktinerinnenkloster St. Johann)
  • Festungsstadt Glurns

Streckenbeschreibung

Ausblick

Am dritten Tag der Alpendiagonale erwarten dich auf dem Weg ins südtirolische Glurns drei Pässe und schöne Blicke auf die Schweizer Alpen.

Bergsee Lej da Staz

Die Fahrt beginnt mit einer kurzen Tour auf Waldwegen am südlichen Ende des St. Moritzsee. Fahre dabei an der Jugendherberge von St. Moritz vorbei in das Waldgebiet hinein und folge dabei der Beschilderung nach Pontresina. Auf gut befestigten Waldwegen passierst du auf halber Waldstrecke den Bergsee Lej da Staz in dem sich malerisch die Berggipfel um St. Moritz spiegeln. Kurz darauf geht es für dich hinab in den Bergort Pontresina. Bevor du den Ort erreichst unterquerst du die Bahnstrecke des Berninaexpress und folgst bis zum Bahnhof dessen Streckenverlauf. Der Rhätischen Eisenbahn wirst du an diesem morgen noch mehrmals begegnen.

Hinauf zum Berninapass

Im Ortszentrum von Pontresina triffst du auf die Passstraße zum Berninapass Richtung Tirano. Der Straße folgst du auf dem parallel verlaufenden Rad- und Wanderweg. Bei guten Wetter erwartet dich hier ein großartiger Blick auf die Berninagruppe mit dem schneebedeckten Piz Palü.

Nach einiger Zeit verlässt der Radweg den Verlauf der Passstraße. Du bleibst weiterhin auf dem Radweg und durchquerst dabei den Campingplatz Morteratsch. Am Bahnhof von Morteratsch erwartet dich ein toller Blick auf den gesamten Palügletscher mit dem Berninaexpress im Vordergrund.

Vom Bahnhof musst du wieder ein Stück auf den gleichen Weg zurückfahren, den Gebirgsfluss überqueren und links den großen Parkplatz hinter dir lassen. 80 Meter hinter dem Parkplatz biegst du nach rechts auf den Rad- und Wanderweg zur Passhöhe ab.
Nach einem steilen Anstieg erreichst du wieder die Passstraße. Ab hier verlässt du die Straße bis zur Passhöhe nicht mehr und genießt dabei den Blick auf roten Berninaexpress und die umgebende Bergwelt.

Passhöhe des Bernina

Auf der Passhöhe des Bernina mit einer Höhe von 2328 Metern erreichen wir schon das Dach der Alpendiagonale. Es werden noch viele, viele Pässe folgen, jedoch keiner wird in diese Höhe vordringen. Also genieße die Höhenluft, bevor es auf schönen Serpentinen hinab Richtung Süden geht.

Nach Livigno

Leider kannst du nicht die gesamte Abfahrt nach Tirano genießen, da du schon am nächsten Abzweig Richtung Livigno abbiegen musst und das Zollhaus passierst, dass die schweizerisch-italienische Grenze ankündigt. Bevor du diese jedoch passieren wirst, musst du den sehr steilen Anstieg des Forcola di Livigno erklimmen. Dabei folgt die Straße dem Tal fast serpentinenlos. Die Passhöhe erreichst du auf einer Höhe von 2315 Metern.

Nach Passieren des Passes erwartet dich eine sehr lange Abfahrt mit abermals sehr wenigen Serpentinen.

Schon zur Mittagszeit passierst du den italienischen Ort Livigno. Da sich der italienische Skiort in einer zollfreien Zone befindet wirst du hier viele kauffreudige Touristen finden. Somit bietet sich der Ort auch für dich zum Auffüllen von Getränkeflaschen und zum Mittagessen an. Auf den nächsten 30 Kilometern wirst du keine weitere Verpflegungsmöglichkeit finden.

Mit dem Bus in die Schweiz

Mit neuen Kräften folgst du weiterhin der Hauptstraße nach Norden Richtung Schweiz. In langen Galerien fährst du am Ufer des Staussees Lago di Livigno entlang. An der Staumauer angekommen gibt es für dich als Pedalritter keine Weiterfahrt. Denn die Überquerung der Staumauer und die anschließende Passage des Tunnels in den Schweizer Nationalpark ist leider für Fahrradfahrer verboten. Hier muss man den Shuttlebus nutzen der nahezu jede halbe Stunde auf der Strecke verkehrt.

Im Nationalpark zum Ofenpass

Nach der kurzen Busfahrt durch den Tunnel findest du dich im Schweizer Nationalpark direkt an der Passstraße zum Ofenpass wieder. Dieser folgst du nach rechts auf der leicht ansteigenden Strecke. Der seit über 100 Jahren naturbelassene Nationalpark beeindruckt dabei durch seine ursprüngliche Vegetation und die dazugehörige Bergkulisse. Ohne sehr viel Kraftaufwand erreichst du den dritten und letzten Pass des Tages – den Ofenpass auf einer Höhe von 2149 Metern.

Talabfahrt nach Glurns

Nach einer steilen Abfahrt mit mehreren Serpentinen wird das Tal flacher. Es geht jedoch weiterhin bergab und man kann das Rad rollen lassen. Dabei durchquerst du den Bergort St. Maria. Von hier aus startet der Umbrailpass Richtung Stilfser Joch.

Du folgst weiterhin aber der Talabfahrt und erreichst Müstair mit dem Benediktinerinnenkloster St. Johann das auf der Liste der UNESCO-Weltkulturerbe steht. Das große Kloster lädt nochmal für eine kurze Pause ein.

Nach dem kulturellen Stopp geht es für dich weiterhin den Berg hinab. Dabei verlässt du nun im Rahmen der Alpendiagonale zum letzten Mal die Schweiz und erreichst Italien. In der Festungsstadt Glurns schließt du die dritte Etappe der Alpendiagonale ab und kannst dir an der Touristeninformation eine Herberge für die Nacht suchen.

Fakten

Strecke: 100 km

Höhenmeter: 1650 hm

Pässe: Berninapass (2328 m), Forcola di Livigno (2315 m) und Ofenpass (2149 m)

Übernachtungsmöglichkeit:

  • am Besten in der Touristeninformation im Ortszentrum nachfragen

Strecke im Detail

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