Alpendiagonale

Tag 6 – Ruhetag oder Sella Ronda

Impressionen

Highlights

  • Verschiedene Blicke während der Sella Ronda auf die Sella-Gruppe und die umliegenden Dolomiten
  • Vier Pässe auf einen Streich

Streckenbeschreibung

Die Sella Ronda

Die „Sella Ronda“ ist durch die malerische Landschaft und den relativ einfachen vier Pässen eine sehr berühmte Radstrecke unter den (italienischen) Zweiradfahrern. Jedes Jahr findet für begeisterte Radfahrer der „Sella Ronda Bike Day“ Ende Juni statt. Bei diesem Event ohne Renncharakter und Zeitnahme ist trotzdem die Strecke für den Autoverkehr gesperrt. Die Beliebtheit der Strecke zeigt sich an den Teilnehmeranzahl der letzten Jahre. So nahmen im Jahr 2015 über 22.000 Radfahrer am „Sella Ronda Bike Day“ teil. Die Möglichkeit dieses Event in die Alpendiagonale bietet sich natürlich an. Aber auch außerhalb des Events lässt sich die „Sella Ronda“ gut fahren.

Hinauf zum Pordoi

Da es sich eigentlich um einen „Ruhetag“ handelt, kannst du gern einen einfachen Einstieg von Canazei in die „Sella Ronda“ wählen. Mit der Seilbahn von Canazei kannst du dich für 9,- Euro (Stand: Sommer 2015) hinauf in das Bergdorf Pecol bringen lassen. Dort befindest du dich direkt an der „Sella Ronda“ und beginnst deine Rundfahrt gegen den Uhrzeigersinn. Der erste zu bewältigende Anstieg ist die Straße hinauf zum Pordoipass (Passo Pordoi) auf 2239 Metern. Die ersten Kilometer führen bei moderatem Anstieg durch den Wald. Doch über den Baumwipfeln schaut ab und zu schon dein Tagesbegleiter – das Sella Bergmassiv – hervor. Ab dem „Hotel Garni Gonzaga“ erreichst du die Baumgrenzen und es eröffnet sich bei guten Wetter immer mehr ein Blick auf das Alpenpanorama.

Auf der Passhöhe angekommen erwartet dich ein paar kleine Hotels und für Radsportfans ein Denkmal für den legendären italienischen Rennradfahrer Fausto Coppi.

Hinüber zum Campolongo-Pass

Die sehr steile Abfahrt hinab in die Provinz Belluno führt durch zahlreiche Kehren und somit erreichst du Geschwind den Wintersportort Arabba. Mitten im Ort solltest du dann den Abzweig nach links hinauf zum Passo Passo Campolongo nicht verpassen. Dies ist der nächste Pass der „Sella Ronda“ – und der niedrigste und leichteste Pass des Tages.

Schon nach wenigen Serpentinen und einen sehr flachen Anstieg ist schon die Passhöhe des Passo Campolongo erreicht. Nun wechselst du wieder von der Provinz Belluno nach Südtirol (Alto Adige).

Mittag in Corvara

Die Abfahrt führt anfangs über eine serpentinenlose Straße bis zu einem kleinen Stausee bei Alta Badia. Nun geht es für dich auf schönen weit zu fahrenden Serpentinen über schönen grüne Alpenwiesen hinab nach Corvara. Im Hintergrund des Skiortes ragen die Felsen der 2600 Meter hohen Felsen des Sassongher und Sass da Ciampac empor.

Der Ort bietet sich mit seinen zahlreichen Gaststätten, Cafes und kleinen Läden für die Mittagspause an. Im Zentrum biegst du anschließend nach links nach Calfosch ab. Am Ort weisst dich ein riesiges hölzernes Rennrad auf ein weiteren Event des Ortes Corvara hin. Der Skiort ist bekannt für den Radmarathon „Maratona dles Dolomites“. Dies ist ein Radmarathon Anfang Juli, der einerseits die „Sella Ronda“ befährt aber noch zwei Verlängerungen über weitere Pässe bietet. Einen davon wirst du davon morgen in Angriff nehmen – den Giaupass. Der „Maratona dles Dolomites“ wird alljährlich von über 9.000 Teilnehmern in Angriff genommen.

Klettertour zum Passo Gardena

Nach Passieren des Holzfahrrads und vor der Ort Calfosch beginnt schon der Anstieg hinauf zum Passo Gardena (Grödner Joch). Während du dich auf mehreren steilen Serpentinen den Berg hinauf kämpfst, kannst du die steilsten Flanken des Sella-Gebirgsstock bewundern.

Auf der Passhöhe des Passo Gardena auf 2136 m erwartet dich dann eine wunderbare Aussicht auf die Sellagruppe, den Langkofel und den weiteren Tourenverlauf Richtung Sella-Pass.

Zuletzt den Passo Sella erklimmen

Nach einer schönen Abfahrt durch Serpentinen fährst du direkt am Fusse des Sellastocks straff nach Westen. Nach einigen Serpentinen erreichst du eine Kreuzung. Dieser folgst du nach links. Die andere Richtung führt in den nahegelegenen Skiort Plan De Gralba. Nach der Kreuzung nimmst du den letzten Pass des Tages in Angriff – den Passo Sella (Sellapass) mit seinen 2244 Metern.

Nach einer steilen Rampe mit wenigen Serpentinen und freien Gelände auf Almenwiesen erreichst du dann den vierten Pass der „Sella Ronda“. Der Blick hinab nach Canazei, die Sella-Türme und der nahegelegene Langkofel bieten Gelegenheit für eine letzte Rast auf der heutigen Tour.

Runde schließen

Vom Sella-Pass geht es wieder hinunter bis zum „Rifugio Monti Pallidi“. Ungefähr 400m hinter dem Berhaus erreicht man eine Straßengabelung. Wenn du die „Selle Ronda“ komplett als Runde abschließen willst, geht es für dich nochmals 1,5km gemächlich ohne Serpentinen links hinauf zum Ausgangspunkt der heutigen Sella-Runde – die Bergstation in Pecol. Nach rechts fährst du dann später anschließend auf schönen Serpentinen die restliche Strecke des Tages hinab in deine Unterkunft nach Canazei.

Den Rest des Tages solltest du für Entspannung nutzen um neue Kraft für die weiteren Herausforderungen der Alpendiagonale zu sammeln.

Fakten

Strecke: 64 km

Pässe: Passo Pordoi (2239 m), Passo Campolongo (1875 m), Passo Gardena (2136 m), Passo Sella (2244 m)

Höhenmeter: 1655 hm

Übernachtungsmöglichkeit:

  • bleibt die gleiche wie am Vortag

Strecke im Detail

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