Alpendiagonale

Tag 8 – Cortina d’Ampezzo nach Villa Santina

Impressionen

Highlights

  • Blick auf die Felsformation „Drei Zinnen“ in den Dolomiten
  • Zugewachsener und aufgegebener Gebirgspass „Forcella di Lavardet“

Streckenbeschreibung

Ausblick

Heute steht die zweitlängste Etappe der Alpendiagonale an. Sie führt von Skiort Cortina d’Ampezzo nach Villa Santina – einen Vorort von Tolmezzo. Auf der Strecke hast du zwei einfache und einen der Natur überlassenen Pass zu überwinden.

Gemütlich zum Cimabanche-Pass

Deine Fahrt beginnt am nordwestlichen Ende des alten Bahnhofs von Cortina. Denn Dank des Fahrradweges auf der ehemaligen Eisenbahntrasse kannst du es erstmal ruhig angehen lassen und auf der nur leicht ansteigenden Trasse mit einem wunderbaren Bergpanorama links und rechts kommt man gut voran. Bei Kilometer 8 geht es dann auch durch einen alten Eisenbahntunnel um anschließend das nun schon sehr enge Tal der Boite auf einer alten gußeisernen Brücke zu überqueren um dann wiederum in einem alten Tunnel zu verschwinden. Der Ausblick hinter dem zweiten Tunnel bietet sich für einen kurze Rast an um gleichzeitig den Blick ins tiefe Boite-Tal und die alte Eisenbahnbrücke zu genießen.

Drei Zinnen und Pustertal

Ohne merkliche Anstrengung erreichst du bei Kilometer 13 die Passhöhe des Passo Cimabanche auf 1530 m. Hier wechselst du für die Hälfte der Etappe erneut von Venetien nach Südtirol. Auf leichten Gefälle geht es nun weiter auf der alten Eisenbahntrasse hinab. Bei guten Wetter solltest du bei Kilometer 20 deinen Blick nach rechts wenden und vielleicht wirst du die weltbekannte Felsformation der „Drei Zinnen“ erblicken. Weitere zehn Kilometer das Tal mit seinen zahlreichen kleinen Bergseen hinab erreichst du in Toblach das Pustertal. Im Ort folgst du der Radwegbezeichnung zum Bahnhof. Dort erreichst du den Pustertalradweg den du nun Richtung Osten nach Innchen folgst.

In Innichen oder auch italienisch San Candido genannt erreichst du den nördlichsten Punkt des heutigen Tages. Die österreichische Grenze ist schon zum Greifen nah. Doch du wechselst nicht das Land sondern verlässt das Pustertal Richtung Sexten, Richtung Süden.

Über den Kreuzbergpass

Auf einem sehr welligen Rad- und Wanderweg geht es nun für dich wieder den Berg hinauf. Bei Sexten wechselst du vom Radweg auf die Staatstraße und am Ortsende von Sexten und Waldheim bietet sich erneut der Blick auf die Drei Zinnen an. Durch sehr bewaldetes Gebiet erreichst du den zweiten Pass des Tages – den Kreuzbergpass mit seinen 1636 m über Meereshöhe um dort wieder in die italienische Provinz Venetien zu wechseln.

Auf der steilen Abfahrt erreichst du Geschwind den Ort Santo Stefano di Cadore. Hier bietet sich für dich eine ausgiebige Mittagspause im Ortszentrum an bevor die größte Herausforderung des Tages ansteht – der Forcella di Lavardet.
Nach der Stärkung fährst du weiter nach Osten Richtung Campolongo am Fluss Piave stromaufwärts. Am Ortseingang von Campolongo hältst du dich rechts und überquerst die Piave. Nun beginnt der Anstieg der Nordrampe zum Forcella di Lavardet.

Forcella di Lavardet

Beim Forcella di Lavardet handelt es sich um einen aufgegebenen Pass. Durch mehrere Bergstürze wurde die Straße immer wieder verschüttet und wurde auch mehrmals umverlegt. Nachdem dies auch nicht zum Schutz der Bergstraße beitrug wurde die Straße aufgegeben und für den motorisierten Verkehr gesperrt. Das heißt du überquerst diesen Pass auf eigene Gefahr! Als Alternative besteht die Fahrt in Campolongo weiter der Hauptstraße Richtung Osten zu folgen. In Cima Sappada würde dann ein kleiner Anstieg auf dich warten bevor man dann weiter talabwärts fährt und wieder auf die Route der Alpendiagonale bei Maranzanis trifft.

Die Fahrt über den Forcella di Lavardet lohnt sich, da die verlassene Straße und Landschaft ein verwunschenes Flair ausströmt. Während du die Nordrampe hinauffährst wirst du ab und an rechts von dir am Berg die Reste der alten Straße entdecken. Bei etwa der Hälfte des Anstiegs triffst du wieder auf die originale Trasse des Forcella di Lavardet und überwindest einen steilen Abschnitt auf vierzehn sehr exakt übereinandergeschichteten Serpentinen. Oben angekommen erinnert dich ein großer Fels auf der Straße, direkt neben einer kleinen Kapelle, warum diese Straße gesperrt wurde. Hier endet auch der noch relativ gute Fahrbahnbelag und du findest dich auf einem felsig, schotterigen Weg wieder. Die ändert sich bis zur Passhöhe nicht mehr.

Schussfahrt nach Villa Santina

Auf der Passhöhe mitten im Wald biegst du nun links auf die Straße ab und fährst die recht schmale Straße die Westrampe des Forcella di Lavardet hinab. Die Straße bietet einen sehr guten Fahrbahnbeleg, da auf dieser 2014 der Giro de Italia entlang führte. Nach einer sehr flachen 25km langen Abfahrt trifft man bei Maranzanis auf das Tal des Torrente Degano. Auf der doch sehr stark befahrenen Staatsstraße geht es die letzen Kilometer für dich – mit Ausnahme kleiner Gegenanstiegen – weiter das Tal hinab bis Villa Santina.

In diesem Örtchen gibt es nur sehr wenige Unterkünfte. Wir empfehlen die Übernachtung im Albergo Ristorante Al Fogolar. Wenn du diese erreicht hast, liegt auch die zweitlängste Etappe der Alpendiagonale erfolgreich hinter dir. Gratulation!

Fakten

Strecke: 133 km

Pässe: Passo Cimabanche (1530 m), Kreuzbergpass (1636 m), Forcella di Lavardet (1549 m)

Höhenmeter: 1600 hm

Übernachtungsmöglichkeit:

  • Albergo Ristorante Al Fogolar (vor dem 1. Kreisverkehr auf der linken Seite in Villa Santina)

Strecke im Detail

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